ALKOHOLSUCHT
Alkoholabhängigkeit ist.
- keine Charakterschwäche.
- eine weit verbreitete Erkrankung.
- in allen gesellschaftlichen Schichten zu finden.
- unabhängig vom Alter.
- unabhängig vom Geschlecht.
- unabhängig von Bildung oder Ausbildung.

Was ist Alkoholabhängigkeit?
...ist die Sucht nach dem Stoff “Ethanol".
Die Alkoholabhängigkeit entwickelt sich meist schleichend.
Ursachen der Abhängigkeit
Selten als Einzelerkrankung, oft in Begleitung einer anderen psychischen Störung wie Panikattacken, Phobie, Depressionen, Schizophrenie.
Die Reihenfolge der Erkrankungen und gegenseitige Einflussnahme ist schwer feststellbar.
Erhöhtes Suizid-Risiko bei Kombinationserkrankungen, zB: Alkohol und Depressionen.
Rasche Behandlung ist erforderlich.
Erhöhtes Erkrankungsrisiko bei alkoholkranken Eltern
- Disposition: Es kann es eine Veranlagung oder Prädisposition für die Entwicklung von Alkoholismus geben. Starke Abhängigkeit von den Persönlichkeitseigenschaften.
- Psychosozialen Faktoren:
Umfeld ist größeres Risiko als Vererbung (früherer bzw. leichterer Einstieg).
Kinder lernen durch Beobachten. Vorbildfunktion der Eltern (Problemlöser Alkohol)
Die vier Phasen der Suchtentwicklung
1.
Voralkoholische Phase
- Gelegentliches
- Erleichterungstrinken
2.
Anfangsphase
- Erinnerungsluicken
- heimliches oder gieriges Trinken
- dauerndes Denken an Alkohol
3.
Kritische Phase
- Deutlich, kritische Phase
Kontrollverlust - aggressives Verhalten
- Perioden völliger Alkohol Abstinenz
- Sichern des Alkoholvorrats
- Vernachlässigung angemessener Ernährung
4.
Chronische Phase
- Verlängerter Rausch
- Verlust der Alkoholtoleranz
- Unerklärbare Ängste
- Zittern
- Zusammenbrüche
- Alkoholdelirium
Co-Abhängig
...sind Personen die durch die Suchterkrankung mitbetroffen sind. (Familie, Freunde, Arbeitskollegen, Nachbarn).
Sie sind in ihrem Wohlbefinden stark vom Verhalten des Abhängigen bestimmt.
Veränderungen feststellen
Co-Abhängige stellen Verhaltensänderungen fest, lange bevor es medizinische Befunde gibt.
Viele Ehepartner sagen beispielsweise: „Das ist nicht mehr der Mensch, den ich einmal geheiratet habe.“
Pro Alkoholkranken leiden ungefähr 4–5 Angehörige unter den Folgen der Sucht.
Co-Abhängige sind Verbündete des Abhängigen, ohne dass ihnen das bewusst ist.
Sie sind Co-Abhängig wenn sie…
- Verantwortung für die Abhängigen übernehmen
- ihnen Aufgaben abnehmen
- deren Verhalten ertragen, entschuldigen oder decken
- die Tatsachen über die Suchtentwicklung und die Konsequenzen daraus verleugnen oder verniedlichen
- ihre eigenen Gefühle unterdrücken (nicht sehen wollen was geschieht)
- selbst Schuldgefühle entwickeln, weil der/die Angehörige trinkt
- ihren eigenen Lebensstil an die Suchtgewohnheiten des Partners anpassen
- versuchen, den Alkoholkonsum zu kontrollieren
- den Eindruck gewinnen, selbst seelisch oder körperlich krank zu werden
Kinder sind besonders betroffen, denn sie sind von ihren Eltern abhängig.
Kinder denken oft, dass sie an den Problemen der Eltern schuld sind. Sie schämen sich für das was passiert.
Kinder versuchen die Familie zu schützen, soweit sie können, sie werden gewissermaßen die „Eltern ihrer Eltern“.
Selbst als Erwachsene leiden sie noch unter verminderten Selbstwertgefühl, Schwierigkeiten mit Veränderungen, neigen zu komplizierten Beziehungen und sind selbst erheblich suchtgefährdet.
Wichtig ist in jedem Fall…
egal ob Sie selbst betroffen oder co-abhängig sind – Suchen Sie sich Hilfe!
Sie sind nicht allein!
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Fragebogen:
BIN ICH CO-ABHÄNGIG?
Fragebogen:
BIN ICH ALKOHOLGEFÄHRDET?
Fragebogen für Jugendliche:
BIN ICH ALKOHOLGEFÄHRDET?